# Was zwischen der ersten Idee und einem fertigen  Post wirklich passiert

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- Veröffentlicht: 2026-11-06T16:50:36+00:00
- Autor: admin

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Ein Post, der bei mir am Montag online geht, hat in der Regel schon drei Tage vorher

angefangen zu existieren, nur nicht als fertiger Text, sondern als halber Satz in
einer Notizen-App. Was am Ende als kurzer Beitrag im Feed steht, ist meistens die
letzte von mehreren Versionen. Ich zeige hier, was dazwischen wirklich passiert,
nicht die aufgeräumte Version davon.

**Der Post, der nach fünf Minuten Arbeit aussieht**
 Von außen sieht ein guter Post
oft aus, als hätte ihn jemand zwischen zwei Terminen schnell runtergeschrieben. 
Bei mir steckt da fast nie nur eine kurze Schreibsession drin. Die Idee zu meinem
letzten Mythos-Post lag drei Tage als Stichwort in meiner Liste, bevor ich überhaupt
den ersten Satz geschrieben habe.

**Wo eine Idee wirklich anfängt**
 _Die Notizen-Liste, die nie leer wird_ Ich sammle
Ideen in einer einzigen Liste auf meinem Handy. Meistens nach einem Gespräch, einer
Frage in einer Facebook-Gruppe oder einem Moment, in dem mir selbst etwas aufgefallen
ist. Die Liste hat aktuell über 40 Einträge, die meisten davon nur ein Satz.

**Warum nicht jede Idee einen Post wird**
 Von diesen 40 Einträgen wird vielleicht
jeder fünfte tatsächlich zu einem Beitrag. Der Rest fällt beim zweiten Blick raus,
weil er zu allgemein ist oder weil ich dazu nichts Eigenes zu sagen habe. Eine Idee,
zu der ich keine eigene Geschichte oder kein konkretes Beispiel finde, bleibt liegen,
manchmal für Monate.

**Von der Idee zum fertigen Text**
 _Erster Entwurf, roh und unfertig_ Der erste
Entwurf ist bei mir fast immer zu lang und zu werblich. Ich schreibe einfach alles
raus, was mir zum Thema einfällt, ohne auf Länge oder Ton zu achten. Dieser Entwurf
geht nie direkt online, das war am Anfang anders und ging regelmäßig schief.

**Der Check gegen leere Phrasen**
 Am nächsten Tag lese ich den Text noch einmal
und streiche alles raus, was nach Werbesprache klingt oder nichts Konkretes sagt.
Sätze wie „das verändert alles“ oder „ein echter Gamechanger“ fliegen bei mir sofort
raus, wenn ich sie überhaupt erst geschrieben habe.

**Die Bild-Frage am Schluss**
 Erst wenn der Text steht, kommt das Bild dazu. Ich
erstelle es bewusst zuletzt, damit es zum fertigen Text passt und nicht umgekehrt
der Text an ein Bild angepasst wird, das schon fertig ist.

**Was am Ende übrig bleibt**
 Von einem ersten Entwurf mit oft über 300 Wörtern 
bleibt für den eigentlichen Social-Media-Post meistens ein Drittel übrig. Der Rest
wandert in den dazugehörigen Blogartikel, wo mehr Platz für die ganze Geschichte
ist, so wie bei diesem Text hier.

**Was das für dich bedeutet, wenn du selbst postest**
 Wenn dein erster Entwurf 
sich noch nicht gut anfühlt, ist das normal, kein Zeichen, dass du für Social Media
nicht geeignet bist. Leg zwischen erstem Entwurf und Veröffentlichung mindestens
einen Tag Pause ein. Bei fast jedem meiner Posts verändert sich in dieser Pause 
noch etwas Wichtiges.

_Schreib mir gern, wie lange dein letzter Post von der ersten Idee bis zur _
 _Veröffentlichung
gebraucht hat. Ich bin gespannt, ob es bei anderen ähnlich aussieht wie bei _ _mir._
