
Der Abend am Küchentisch
Vor ein paar Jahren saß ich abends am Küchentisch und hab mir ehrlich die Frage gestellt: Fang
ich das jetzt wirklich nochmal neu an? Über 40, keine Ahnung von KI-Tools, keine Erfahrung mit
Affiliate-Marketing. Alles, was ich hatte, war eine Idee und die Sorge, dass ich damit zu spät
dran bin.
Warum ich trotzdem angefangen habe
Ich hab trotzdem angefangen. Klein, mit einem einzigen Tool, ohne großen Plan. Kein
Businessplan mit Fünfjahresstrategie, sondern ein Nachmittag, an dem ich mir ein Konto
angelegt und die ersten Schritte ausprobiert habe. Die ersten Wochen waren holprig, ich hab
vieles falsch gemacht und musste mehrmals umplanen.
Was in den ersten Monaten schiefging
Ich hab Tools ausprobiert, die nicht zu meinem Vorhaben gepasst haben. Ich hab Inhalte
erstellt, die niemanden interessiert haben, weil ich zu sehr über das Produkt und zu wenig über
die Zielgruppe nachgedacht habe. Manchmal hab ich tagelang an etwas gearbeitet, das ich am
Ende komplett verworfen habe. Das war frustrierend, aber im Rückblick auch der Teil, aus dem
ich am meisten gelernt habe.
Was ich gelernt habe
Es kommt nicht auf das perfekte Startdatum an, sondern auf den ersten kleinen Schritt. Ich hätte
noch Monate warten können, bis ich mich „bereit“ fühle, aber bereit fühlt man sich selten
wirklich. Was mir geholfen hat, war eine einfache Regel: lieber eine kleine Sache diese Woche
fertig machen als eine große Sache ewig vor mir herschieben.
Über 40 als vermeintlicher Nachteil
Ich hab öfter gehört, dass man mit über 40 angeblich im Nachteil ist, weil andere schon früher
angefangen haben oder technisch versierter sind. Meine Erfahrung war eine andere: Was mir
gefehlt hat an technischer Routine, hatte ich an Geduld und daran, nicht bei jedem Rückschlag
gleich aufzugeben. Beides war am Ende wichtiger als ein Vorsprung von ein paar Jahren.
Wo stehst du gerade?
Wenn du selbst überlegst, ob es sich noch lohnt anzufangen, ganz gleich in welchem Alter: Die
Frage ist selten, ob der richtige Zeitpunkt da ist. Meistens ist die Frage, ob du bereit bist, mit
dem ersten kleinen, unperfekten Schritt zu leben.
Wo stehst du gerade, planst du schon lange oder hast du längst angefangen?
Schreib’s mir in die Kommentare.